Klassenfahrt mit grandioser Aussicht, Pulverlöscher und vielen Schritten
Die 9a und 9b der Regionalen Schule Malliß entdecken Dresden
Vom 5. bis 9. Mai 2025 reisten die Klassen 9a und 9b der Regionalen Schule mit Grundschule Malliß gemeinsam nach Dresden – mit einem prall gefüllten Programm, viel Vorfreude und noch mehr müden Gesichtern. Bereits um 6:45 Uhr startete der Bus an der Schule - also deutlich vor Schulbeginn. Bis zur Abfahrt von der Autobahn in Dresden war es im Bus nahezu mucksmäuschenstill – alle sammelten wohl ihre Kräfte für die kommenden Tage.
In Dresden angekommen, ging es zunächst für einen kurzen Mittagssnack zum Hauptbahnhof. Anschließend konnte die 34-köpfige Gruppe mit ihren beiden Klassenlehrerinnen sowie zwei mitreisenden Müttern die 2- bis 4-Bettzimmer im A&O Hostel direkt am Hauptbahnhof beziehen.
Das Programm war bunt und anspruchsvoll: Die digitale Stadtrallye mit Aufgaben für Kunst und Geschichte, eine Stadtführung, das Panometer mit einem riesigen Bild von Assisi, die Gläserne Manufaktur, das Hygienemuseum und der Zoo gehörten ebenso dazu wie ein gemeinsamer Bowling-Abend. Auch Freizeit kam nicht zu kurz: Die Stadt durfte auf eigene Faust erkundet werden – natürlich in Gruppen und mit Treffpunktkontrolle - auf die Schülerinnen und Schüler war Verlass!
Ein Highlight für Schwindelfreie war die Aussicht von der Kuppel der Frauenkirche. Der Ausblick entlohnte alle für den mühsamen Aufstieg. Ebenso beliebt: lange Werwolf-Runden unter der (vermutlich Oscar-verdächtigen) Anleitung von Frau Düde und hitzige UnoUno-Duelle, die schier nicht enden wollten. Lange und tief geschlafen hat in den vier Nächten wohl niemand – zum einen hat Frau Freutel den Flur bewacht und zum anderen haben wir den weltlautesten Schnarcher (oder ist es doch eine Schnarcherin) in unseren Reihen.
Unvergessen bleibt der Feueralarm in der ersten Nacht: Einige lagen gerade im Bett, andere hatten noch nicht einmal die Zahnbürste ausgepackt, als plötzlich die Feuermelder ertönten. Ein Schüler öffnete die Tür zum Treppenhaus – eine Staubwolke schlug ihm entgegen. Eine andere Schülerin riss geistesgegenwärtig den Notausgang auf. Teilweise im Schlafanzug und barfuß ging es so die gruselige Feuertreppe hinunter in die recht kühle Nacht. Besonders lobenswert: Vier Schüler organisierten draußen unsere eigene Sammelstelle – sortierten, zählten und vergaßen in all dem Trubel nur eines: sich selbst mitzuzählen.
Zum Glück stellte sich heraus: Kein Feuer, sondern ein Pulverlöscher, der mutwillig von einem anderen Hostelgast entleert worden war. Dennoch – eine Übung mit echtem Ernstfall-Feeling. Und: eine Nacht, die definitiv in Erinnerung bleibt.
Fazit der Fahrt: Dresden ist wunderschön – aber man sollte keine neuen Schuhe tragen, wenn man täglich über 20.000 Schritte läuft. Wer es doch tut, landet irgendwann in Adiletten auf dem Altmarkt.
Ein besonderer Dank geht an Frau Hinrichs und Frau Rümmler, die uns mit Geduld, Humor und Ausdauer bei einer unvergesslichen Reise begleiteten – und dafür sogar einen Teil ihres Urlaubs opferten.
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